Und er kann das besser als seine Lieblingsfrau -
wissenschaftlich erwiesen!
DerDeutsche - 29. Aug, 19:12
... als alt. Sprachforscher und Grammatiker verzweifeln seit je daran, dass Sprache und ihre Verwendung nicht einheitlich, klar, EinFürAlleMal definiert werden kann. DerDeutsche wundert sich schon lange, dass älter nicht zwangsläufig die Steigerung von alt ist. Die Steigerung sieht eher so aus: älter, alt, uralt.
Ein älterer Herr, eine ältere Dame sind von der Sprachverwendung her jünger als ein alter Mann oder eine alte Frau. DerDeutsche fühlt sich jünger, muss aber betrübt feststellen, dass die älteren Leute zwar älter sind, aber nicht älter als er selbst. Die Zeit hat ihn eingeholt, bzw. mitgenommen. So fühlt er sich manchmal auch.
DerDeutsche - 25. Aug, 14:08
Stundenlang beworben, Profile in zusammenbrechenden Vermittlerportalen erfasst, mitten in der Nacht schlafmangelnd fortbildend gelesen, wenigessend vieltrinkend durch den Tag geschleppt, müde..
Freude: die Lieblingsfrau brät Lieblingsfrikadellen, hmmmmh, der Abend darf kommen.
(Akgdualitäät, ick jrüße dir ;-)
DerDeutsche - 13. Aug, 19:01
... erfährt zur Zeit in Gestalt der Subspezies der deutschen Küchenfliege ungeahnte Vermehrung. Das war letztes Jahr um diese Zeit auch schon so. Man könnte meinen, die Stuben- resp. Küchenfliege hat, anders als ihre entfernten Verwandten, die Eintags- und Fruchtfliegen, ihre Höhepunkte im August, mit den entsprechenden Folgen.
Die Lieblingsfrau ergreift Abwehrmaßnahmen in Gestalt von kleinen Klebestreifen, die sie ans Küchenfenster klebt. Nicht die Fliegen kleben, nur der Streifen. Der hat es aber in sich. Nach nicht allzulanger Zeit sind die Fliegen dahin, liegen tot am Boden. Chemische Kriegsführung. Vielleicht humaner(?) als Fliegenklatsche oder Fliegenfängerklebeband. Raus wollten sie ja nicht, bei offenem Fenster.
DerDeutsche - 13. Aug, 16:22
Als DerkleineDeutsche Lesen und Schreiben lernte, war er begeistert. Bald jedoch, dank schulischer oder elterlicher Interferenz, kam zur Lust auch der Frust. Trotz relativ umfassenden Kenntnisgewinns auch bezüglich orthografischer Finessen nistete sich eine gewisse Unsicherheit in sein Bewusstsein, noch stärker in sein Unterbewusstsein. Das hatte zwei Folgen. Zum einen schrieb DerDeutsche, dann schon größer, bei Unsicherheit in sogenannten Klassenarbeiten so hauchfein, als sollte der Text am besten da gar nicht erscheinen. Er stand aber dann doch da und zog entsprechende Noten nach sich (selten diplomatische). Zum zweiten entstand eine sehr unbewusste, und somit bleibende, Angewohnheit: DerDeutsche kultivierte das Kommaverschlucken.
Nun ist Verschlucken an sich schon ein unbewusster Vorgang mit mehr oder weniger unangenehmen Folgen. Das Verschlucken von Kommas jedoch hat etwas Subtiles, fällt vielleicht kaum jemandem auf, außer den jeweils vorhandenen Lehrern oder Prüfern (und Briefempfängern und Tagebuchlesern und und und ..). Das Kommaverschlucken geht so: DerDeutsche schreibt, handschriftlich (denn in Maschinenschrift sträubt sich schon die ganze Maschine gegen das versehentliche Verschlucken von irgend etwas Eingegebenem), Zeile um Zeile mit dem Stift auf das Papier. Folgezeilen sitzen ungeniert recht nahe an der vorangehenden. Nun gibt es Buchstaben, die einen Strich nach oben erfordern, wie etwa das kleine d, oder auch das kleine t. Unweigerlich, also unbewusst, gerät dieser Aufstrich DesDeutschen aber in ein darüber stehendes Komma hinein, auf eine Weise, dass das Komma danach gar nicht mehr zu sehen ist. Es existiert, ist aber nicht da. Sicher keine Frage des Nihilismus, auch ist Platons Höhlengleichnis wohl fehl am Platz. Aber das Komma ist weg.
DerDeutsche ist jedesmal baff, wie zielgenau die Striche ineinander übergehen. Und nur er weiß um das Geheimnis. Nutzt ihm leider wenig, weil solche Geheimnisse nur schwer zu teilen sind. DerAndereDeutsche sieht nur, daß er nichts sieht: kein Komma, wo eines sein sollte. Da kommt es dann doch verstärkt darauf an, daß DerDeutsche mit dem Inhalt seiner Texte überzeugt und öffentlich lieber zur Maschine greifen sollte als handschriftlich die Welt zu beglücken. Oder mühsam nachträglich dann doch noch mal ein Zusatzkomma, das nur er als solches erkennt, an die richtige Stelle setzen.
Mit der sogenannten Orthografie-Reform (ZuDeutsch: Rechtschreibreform) wurde sowieso eine Verunsicherung so exemplarisch in die Welt gesetzt, daß man noch in Jahrzehnten und Jahrhunderten mit dem Finger auf DenDeutschen zeigen und sagen kann: er wußte es nicht besser.
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PS: da gibt es auch noch den i-Punkt, und dummerweise Buchstaben, die einen Strich nach unten erfordern ...
DerDeutsche - 13. Aug, 11:25
Am Ultimo des Julei haben Sie, Frau Gräfin, den Ultimo Ihres Blogs angekündigt. Alle Schotten waren dicht, Nachrichten gebloggckt, der Blog zum Absturz freigegeben, dann war er weg. Rette, wer sich kann.
Bei meinen ersten zaghaften Gehversuchen in dieser weiten und doch so kleinen Blogwelt haben Sie mich als erste freundlich begrüßt und anteilnehmend begleitet. Sie waren fröhlich, witzig, poetisch, kreativ, verletzlich - und an der Seele wund. Jetzt sind Sie weg. DerDeutsche trauert. Wo auch immer, ich wünsche Ihnen alles Gute!
DerDeutsche - 4. Aug, 01:39
.., des sog i dia, so DerBayer zu DemDeutschen, host mi?
Woraus sich durch das einleitende "My" und das ausleitende "Me", trotz der Lautverschiebung beim personalisierenden "I", der schlagende Beweis für eine entfernte Verwandtschaft DesBayerischen mit DemEnglischen ergibt - was natürlich zwanglos die natürlichen Großmachts- und Vorherrschaftsgelüste DerBayern legitimiert.
DerDeutsche - 31. Jul, 17:39
DerDeutsche - 20. Jul, 15:33
Angelina, Angelina,
magst du meine Orangina?
Ich press den Saft nur für Dich,
Oh Angelina, liebst du mich?
DerDeutsche - 17. Jul, 11:24
Ein aktuelles Urteil besagt, dass Heiratsanzeigen dem Urheberrecht unterliegen (
guck da!). Dabei wird rechtsgültig festgelegt, dass eine heiratswillige Person sich doch weitgehend von den recht festgelegten und quasi unveränderbaren Eigenschaften eines Staubsaugers fortentwickelt hat. Die Lieblingsfrau weiß jetzt endlich, woher die lauten Geräusche in der Nacht herkommen. Gewissermassen hat bei DemDeutschen eine Schubumkehr eingesetzt, eine nicht unbeträchtliche Fortentwicklung und unbewusste Reminiszenz an sein ehemals eher mechanisches Dasein.
Ob es für Heiratsanzeigen auch Tantiemen gibt? Lohnt sich dann vielleicht, auf ein neues den Schritt zu wagen.
DerDeutsche - 14. Jul, 16:14